Theater in Troschenreuth

Troschenreuther Mundarttheater e. V.

Der Verein wurde am 23.10.1999 im Gasthaus „Zum roten Ochsen“ von 13 Theaterfreunden gegründet. Zum Ersten Vorsitzenden wurde Wolfgang Hempfling, zur Zweiten Vorsitzenden Birgit Rupprecht gewählt. Kassier wurde Harald Saß, Schriftührerin Nadine Arnold. Des weiteren wurden 5 Beisitzer bestimmt. Der Name Troschenreuther Mundarttheater (TMT) wurde gegenüber der Troschenreuther Volksbühne e. V. bevorzugt, weil die Bedeutung des Spiels in Mundart unterstrichen werden sollte .

Das erste Stück, das der neu gegründete Verein aufführte war „Und das am Hochzeitsmorgen“ von Ray Cooney und John Chapman in einer vom Troschenreuther Mundarttheater komplett überarbeiteten Fassung. Mit über 1300 Zuschauern bei 8 Aufführungen war das ein neuer Rekord unter Berücksichtigung auch der Aufführungen vor der Vereinsgründung. Regie führten Nadine Arnold und Wolfgang Hempfling. Mitspieler waren: Daniela Förster, Beate Neukam, Birgit Rupprecht, Michaela Dürtler, Harald Saß, Heinz Rupprecht, Manfred Popp, Helmut Dettenhöfer, Harald Dettenhöfer und Wolfgang Hempfling.

 
  2001
 
 

von links: Beate Neukam, Karin Wiesend, Wolfgang Hempfling, Birgit Schuster

 

Im März 2003 kam das Stück „Bei Josef Fritsch ist Mumps“ (im Original „Bei Charly Haggarthy ist Mumps“) zur Aufführung, mit ebenfalls acht Vorstellungen und über 1.330 Zuschauer. Mitwirkende waren Helmut Dettenhöfer, Harald Dettenhöfer, Michaela Dürtler, Wolfgang Hempfling, Beate Neukam, Manfred Popp, Birgit Rupprecht, Heinz Rupprecht, Harald Saß, Andreas Sporrer, Karin Wiesend, Regie führten Nadine Arnold und Wolfgang Hempfling,

 
  2003
 
 

Helmut Dettenhöfer und Michaela Dürtler

 

Im September 2003 fanden sich 17 Jugendlichen von 6 bis 18 Jahre zu einer Jugendgruppe zusammen. Im Frühjahr 2004 führte das Jugendtheater „Marina, die kleine Meerjungfrau“ mit großem Erfolg auf. Insgesamt wurden 3 Vorstellungen vor 485 Zuschauer gegeben. Es spielten Andreas Neubauer, Beatrice Ramisch, Melissa Heieis, Karolin Buchfelder, Kilian Dettenhöfer, Tobias Gläser, Corinna Madalsky, Sonja Götz, Jan Madalsky, Julian Laier, Andrea Lengenfelder, Astrid Gläser, Melanie Gilch, Manuel Smettons, Jasmin Schwemmer. Für die Technik warenAndreas Sporrer, Carina Gilch, Denise Madalsky verantwortlich. Regie, Bühne, Maske, Organisation: Wolfgang Hempfling, Nadine Arnold, Birgit Rupprecht, Heinz Rupprecht, Nicole Dettenhöfer, Karin Wiesend, Daniela Förster, Sibylle Gläser, Harald Saß.

 
  2004
 
 

Melissa Heieis und Jan Madalsky

 

Diesen Abriss als Geschichte des Theaterspielens in Troschenreuth darzustellen würde der Tradition des Theaterspiels  bei weitem nicht gerecht, denn nachweislich wurde in Troschenreuth schon vor dem 2. Weltkrieg bis heute immer wieder gespielt.

1993 bis 1999:

Bereits vor der Gründung des Vereins TMT 1999 spielte annähernd die gleiche Truppe bereits seit 1993 im Saal des Gasthauses „Zum roten Ochsen“ Theater. Anfangs wurde reinrassiges Bauerntheater gespielt mit „ Urlaub vom Ehebett“ 1993,  „ Eine fast sündige Nacht“ 1994 oder „Der neue Knecht“ 1996. Mit „Ziemlich nackt im Discotakt“ wurde erstmals das Genre Bauerntheater verlassen und es wurde ein Lustspiel mit Musik dargeboten. Ab 2001 folgten dann Stücke nach der Art von Boulevardkomödien. Zusätzlich zu den oben genannten Akteuren spielten in diesem Zeitraum auch Rainer Erfurt, Markus Sporrer, Christian Schatz, Simone Vogel, Kerstin Lindner, Nadine Arnold, Thomas Braun und Thomas Groher.  Die Zuschauerzahlen und die Aufführungen konnten jährlich gesteigert werden. Während 1993 bei 2 Aufführungen 300 Zuschauer gezählt wurden, konnte sich das TMT bis 2003 mit 8 Aufführungen und über 1.330 Zuschauern um mehr als 400 % steigern.

Sowohl in der Zeit vor der Vereinsgründung als auch danach wurden die Nettoeinnahmen zum großen Teil gespendet zum Beispiel an  den Kindergarten Troschenreuth, an „Hilfe für Anja“ und für die Bronzenachbildung der alten Troschenreuther Kirche auf dem Kirchplatz.

vor 1993:

Aus der Jugendgruppe heraus wurden bei der Adventsfeier der Dorfgemeinschaft meist Einakter aufgeführt. Die männlichen Rollen wurden größtenteils von Schauspielerinnen gespielt, was keine Gegenbewegung zum Theater vor dem 17. Jahrhundert war, bei dem alle Frauenrollen von Männern gespielt werden mussten, sondern einfach daran lag, dass keine jungen Männer zum Theaterspielen bereit waren. Es spielten u.a.: Kerstin Linder,  Simone Vogl, Petra Wolf und Nadine Sporrer. Regie führten damals Ingrid und Michaela Rupprecht.

nach 1980:

Theater der Jugendgruppe, Regie: Wenzel Schöppl, gespielt wurde bei Adventsfeiern  zum Beispiel „Knecht Rupprecht in Not“ im Saal des Roten Ochsen auch im Weißen Lamm in Pegnitz wurde ein Gastspiel gegeben.

von 1975 bis 1979:

Unter der Regie Fritz Blumentritt und Paul Sporrer wurde jährlich gespielt. 1975 im Advent wurde der Einakter „ Der Knopf im Klingelbeutel“ beim Beck´n im Saal dargeboten. Danach folgten 1977 und 1978 die Dreiakter „Bonifaz auf Brautschau“ und „Muckl in der Sommerfrische“. 1979 wurde „Die Hochzeit am Rösslhof“ gespielt. Folgende Personen wirkten in diesen Stücken mit: Sabine Dettenhöfer (jetzt Deak), Harald und Helmut Dettenhöfer, Popp Manfred, Popp Berthold, Götz Ludwig, Roswitha Brendel (jetzt Neukam), Jürgen Grießbeck, Elvira Wolf (jetzt Hofmann), Margit Ziegler, Claudia Gilch (jetzt Dettenhöfer). Das Geld wurde einmal an eine bedürftige Familie in Creußen und ansonsten für die Jugendarbeit verwendet.
 

 
  1975-1979klein  
 
 

von links: Manfred Popp, Margit Ziegler, Harald Dettenhöfer, Sabine Dettenhöfer (Deak)

 
  1975-1979-2klein
 
 

von links: Roswitha Neukam (Brendel), Jürgen Grießbeck, Harald Dettenhöfer, Ludwig Götz, Sabine Dettenhöfer (Deak)

 

ab 1962 bis  ca. 1969

1962 wurde das Stück „Die Pfirsich in Pfarrers Garten“ gespielt. Regie führte Fritz Blumentritt. Mitspieler waren u.a.: Josef Geier, Hermann Rupprecht, Günther Rippl, Hedi Rupprecht, Ottmar Sporrer, Marianne Lindner. Das Erfolgsstück aus der Zeit kurz nach dem 2. Weltkrieg „ Das Trauringl“ wurde auch noch einmal aufgeführt.

Regelmäßig zur Weihnachtszeit wurden im alten Saal des Gasthauses „Zum Roten Ochsen“ vornehmlich Luststücke und meist Bauerntheater gegeben. Es fanden jeweils 3 bis 4 Aufführungen mit insgesamt ca. 500 bis 600 Zuschauer statt. Jedes Jahr wurden auch Gastspiele in Adlitz gegeben. Überragendes Stück, dass die Zuschauer damals extrem begeisterte war „Der Saudieb vom Unterland“. Mitspieler der damaligen Zeit waren u.a.: Geier Otto, Kruse Renate, Sporrer Ottmar, Sporrer Paul, Fuchs Hermann, Schwemmer Anneliese, Seitz Marianne (Hoffmann), Rippl Hannelore (1966), Geier Karl, Geier Gertrud, Popp Walter, Götz Franz, Geier Josef, Ducksch Anneliese und Manfred Putz. Regie führte Blumentritt Fritz. Die Einnahmen aus den Aufführungen wurden für den Neubau des Jugendheimes verwendet.

In diese Zeit fielen Stücke wie: Enzian und Edelweiß, Die Herzensprobe auf der Alm, Kurbetrieb beim Kreutzer Blasi.
 

 
  Unbenannt  
 
 

Stück unbekannt, es ist auch nicht bekannt, wann genau dieses Foto aufgenommen wurde, Personen von links: Josef Geier, Marianne Seitz, Karl Geier, Paul Sporrer

 
 
  Unbenannt2klein  
 
 

Stück und Zeit unbekannt: von links: Franz Götz, Gertrud Geier, Walter Popp, Marianne Seitz (Hoffmann

 
 
  Unbenannt - 6klein  
 
 

Stück und Zeit unbekannt, Paul Sporrer kniend, andere Spieler nicht bekannt.

 
 
 

ab 1954

In diesem Zeitraum wurden Stücke aufgeführt im alten Saal des Gasthauses Zum Roten Ochsen. Es spielte die Jugend, Regie führte Schuldirektor Andreas Dimler.

 
  1954ffklein  
 
 

von links: Franzef (Vorname nicht bekannt), Herta Seeser, Georg Brüttinger, Oswald Rupprecht, Lisbeth Rupprecht, Martin Stauber, Ottmar Sporrer, Ignatz Dürtler, Rosa Gößmann, Hermann Rupprecht

 
 
 

In der Folgezeit wurden weitere Stücke gespielt, wahrscheinlich haben folgende Personen gespielt:  Hedi Rupprecht, Josef Schubert, Liesbeth Rupprecht.

nach dem 2. Weltkrieg (ca. 1947 bis 1951)

1947 machten sich Pfarrer Link und Erwin Popp auf, wieder ein Theaterstück zu verwirklichen. Gespielt wurde in der Fastenzeit 1947 „Der Schusternazi“ und etwa zu Pfingsten 1947 „Der Pfarrer vom blühenden Weinberg“. Gespielt wurde beim Beck´n, Regie führte Pfarrer Link. Weitere Stücke waren z. B. „der verkaufte Großvater“ und der Publikumsmagnet „Das Trauringl“, dieses Stück wurde in den 70ern wiederholt. Pfarrer Link hat die Bühne entworfen und führte Regie. Gespielt wurde 3 bis 4 mal  in der Fasten- und Vorweihnachtszeit. Ab 1950, nach Fertigstellung des Saals wurde beim Ochsenwirt z. B. „Der Freischütz“ gespielt. Berichtet wird, dass bei einer Aufführung Lorenz Hoffmann der künstliche Schnurrbart runterfiel, was sehr zur Belustigung des Publikums beitrug. Erwähnenswert ist auch die Geschichte, dass Lorenz Hoffmann wegen einer Verletzung am Fuß längere Zeit krank geschrieben war und nicht auftreten konnte. Da er beim Theaterspielen unersetzbar war, fuhr Pfarrer Link zu seinem Arbeitgeber und bat darum, dass er trotzdem zu den Proben kommen durfte. Er erhielt die Erlaubnis und Pfarrer Link holte ihn persönlich zu jeder Probe mit dem Auto (damals das einzige Auto im Dorf) ab. Die Nettoeinnahmen wurden für den Neubau der Kirche, die alte Kirche wurde im Krieg zerstört, verwendet.

 
  1947klein  
 
 

Theaterstück beim Beck´n auf der Bühne um 1948, von links: Baptist Popp, Lisbeth Körzdörfer, Ella Rupprecht, Nelli Brendel, Josef Popp, Anna Seifert, Sepp Groher, Schauspieler mit Hut nicht bekannt, Lina Detthöfer, Georg Dettenhöfer, Hans Fronhöfer, Lorenz Hoffmann

 
 

Vor dem 2. Weltkrieg:

Frau Betty Hack (geb. Böhm) hat 1937 und 1938 als junges Mädchen das Burgfräulein im Stück „Die Ritter von Maria Kulm“ gespielt. Die Initiative zum Theaterspielen ging von Hans Popp (Hausname Pfeiffer) aus, der auch Regie führte. Weitere Mitspieler waren Lorenz Hoffmann, Erwin Popp. Gespielt wurde beim Beck´n auf dem Saal. Auch mehrere Einakter, deren Titel nicht mehr bekannt sind wurden in dieser Zeit aufgeführt. Mit Beginn des Krieges 1939 wurde kein Theater mehr gespielt.

Von ihrem Onkel Baptist Böhm (Spitzname General Blücher) weiß Frau Hack, dass um 1930 die Stücke Genoveva und der Holledauer Fiedler gespielt wurden. Auch in den frühen 30er Jahren wurde schon gespielt, die Stücke und Darsteller sind ihr aber nicht mehr bekannt. Bilder aus Zeiten vor dem Krieg sind Frau Hack nicht bekannt.

Auch in den 30er Jahren wurde in Troschenreuth den Erzählungen nach gespielt. In Erinnerung blieb das Ritterstück „Hugo von Landeck und Kuno vom scharfen Eck“. Vermutet wird, dass dieses Stück schon 1923 gespielt wurde.

 

Sicherlich ist diese Zusammenstellung unvollständig. Wenn Sie weitere Informationen, Bilder oder Dokumente haben, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie sie uns zur Verfügung stellen könnten. Vielen Dank im voraus.

Drucken E-Mail